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Drei Beispiele für bahnbrechende Innovationen im Gesundheitswesen

April 20, 2022

Das Gesundheitswesen hat durch die Pandemie einen Entwicklungsschub erhalten. Und das vor allem auch durch den Einsatz von Technologie. Da die Branche sich schnell auf innovative Lösungen umstellte, wurde die Qualität der medizinischen Dienstleistungen verbessert. Dies wiederum sorgte für höhere Zufriedenheit bei den Patienten und für höhere Einnahmen bei den Dienstleistern. 

Innovative Technologien im Gesundheitswesen helfen Gesundheitsversorgern, die Patientenversorgung zu verbessern und Kosten zu senken. So kann IoT beispielsweise die Kosten, die aufgrund von betrieblichen und klinischen Ineffizienzen entstehen, um 100 Milliarden Dollar pro Jahr senken. Und das betrifft nur die Kosteneinsparungen durch IoT. Werfen wir einen genaueren Blick auf einige Beispiele für digitale Technologien, die die Branche revolutionieren.

KI in der Medizin zur Analyse großer Datenmengen

KI-Anwendungen unterstützen Fachkräfte im Gesundheitswesen bei der genauen Diagnose, Behandlung und Vorbeugung von Krankheiten. KI wird eingesetzt, um

  • klinische Arbeitsabläufe zu verwalten,
  • über Chatbots zu kommunizieren,
  • Patienten anzumelden,
  • medizinische Bilder zu interpretieren,
  • bei Operationen zu helfen.

Die KI treibt den digitalen Wandel in der Branche voran und ist in der Lage, einige Herausforderungen zu bewältigen. Zum Beispiel bei der Speicherung, Analyse und Verwaltung von Daten. Im Gesundheitswesen nimmt die Menge der medizinischen Daten jedes Jahr zu. Zu diesen Daten gehören Krankenakten, Rezepte, klinische Forschungsdaten und vieles mehr. Die Branche ist nicht in der Lage, diese großen Mengen zu bewältigen. Dank der Speicherkapazitäten von Big Data können KI-Algorithmen die Daten extrahieren, segmentieren und ordnen. Bei Bedarf analysieren die Algorithmen dann die Daten und geben Einblicke in die jeweiligen Prozesse. Auf diese Weise können Gesundheitsdienstleister Krankheiten besser diagnostizieren und fundierte Entscheidungen über ihre Behandlung treffen. Damit verbessert sich die Patientenversorgung allgemein. 

Eine weitere Herausforderung im Gesundheitswesen ist die Erkennung von Krankheiten. KI-Technologie misst und verfolgt Symptome schneller und genauer als ein Mensch. Und KI-gestützte Tools sind in der Lage, eine Krankheit auch dann zu erkennen, wenn ein Patient keine Symptome aufweist.

KI erkennt eine Krankheit, auch wenn der Patient keine Symptome aufweist.

KI führt auch dazu, dass Krankheiten frühzeitig behandelt werden. So erhöht sich die Überlebensrate deutlich, auch bei sehr schweren Erkrankungen. KI-Modelle analysieren Echtzeitdaten, bewerten die Art der Krankheit, charakterisieren sie und schlagen notwendige Behandlungen vor.

Ein Beispiel aus der Praxis: Behandlung von Krankheiten

Vor einigen Jahren ging das Schweizer Unternehmen Novartis eine Kooperation mit einem Anbieter von KI-Lösungen, IBM Watson Health, ein. Ihr gemeinsames Ziel war es, die Behandlung von Brustkrebs zu verbessern. Das Duo entwickelte eine kognitive Lösung, die fortschrittliche Analyseverfahren für reale Daten nutzt. Diese Lösung liefert bessere Erkenntnisse über die zu erwartenden Behandlungsergebnisse. Sie kann auch die Einnahme komplexer Arzneimittelkombinationen simulieren. Anhand dieser Daten können Ärzte die richtige Therapie für die Krebsbehandlung auswählen.

Die Zusammenarbeit war für alle Seiten von Vorteil. Die Ärzte wurden mit neuen Behandlungsverfahren vertraut gemacht, und beide Unternehmen konnten neue Einnahmequellen erschließen. Außerdem konnten sie ihren Kundenstamm erweitern. So konnte IBM beispielsweise Pfizer und Teva davon überzeugen, seine Software für die Arzneimittelforschung zu nutzen.

Vorteile

Pflege wird produktiver. Mit KI-Lösungen können Ärzte mehr Zeit für die direkte Patientenversorgung aufwenden. Das hilft Patienten, verhindert aber zum Beispiel auch Burnout bei Medizinern.

Daten werden strukturiert. Dank ihrer Rechenleistung kann die KI große Datenmengen verarbeiten. Algorithmen kategorisieren diese Daten dann. Gesundheitsdienstleister gewinnen daraus wichtige Erkenntnisse, die zur Verbesserung interner Prozesse und zur Leistungssteigerung beitragen. 

Arbeitsprozesse werden vereinfacht. KI ist in der Lage, Aufgaben zu übernehmen, die normalerweise von Menschen ausgeführt werden. Die Durchführung dieser Aufgaben mit KI erfordert jedoch viel weniger Zeit und Geld. 

Gesundheitswesen wird zugänglicher. KI kann bestimmte diagnostische Aufgaben übernehmen. So trägt KI dazu bei, den Fachkräftemangel im Gesundheitswesen zu beheben.

Telemedizin und mHealth für die Behandlung von Patienten 

Sie kennen Telemedizin, wenn Sie schon einmal eine Videosprechstunde genutzt haben. Aber bei der Telemedizin geht es nicht nur um die Behandlung von Menschen aus der Ferne. Sie wird auch für Nachkontrollen, Präventivmaßnahmen und die Verwaltung von Medikamenten eingesetzt.

Der europäische Telemedizinmarkt soll bis 2025 auf 218.5 Milliarden US-Dollar ansteigen. Das Marktpotential für die Telemedizin in Deutschland wird im Jahr 2030 auf ca. 1,4 Milliarden Euro geschätzt. Kein Wunder, weil sich mit der Telemedizin einige der größten Probleme des Gesundheitswesens angehen lassen. Unter anderem die steigenden Kosten, der Zugang zu hochwertigen Dienstleistungen und der Personalmangel. So kann die Fernüberwachung beispielsweise die Nachsorge verbessern und so Kosten sparen. Die Einführung und Nutzung der Fernüberwachung kostet viel weniger, als eine Wiedereinweisung der Patienten. Dies macht die Telemedizin zu einem wichtigen Bestandteil von Krankenhausprogrammen.

Mit der Telemedizin lassen sich einige der größten Probleme des Gesundheitswesens angehen: die steigenden Kosten, der Zugang zu hochwertigen Dienstleistungen und der Personalmangel.

MHealth, ein Teilbereich der Telemedizin, ist die Übermittlung medizinischer Dienstleistungen über mobile Technologien. Dadurch werden Gesundheitsdienste überall und jederzeit zu einem erschwinglichen Preis verfügbar. Darüber hinaus erhöht die Nutzung von Smartphones das Engagement der Patienten.

Während der Pandemie spielten mobile Apps eine entscheidende Rolle bei der Kontrolle der Ausbreitung von COVID-19. So können einige Apps beispielsweise Personen lokalisieren, die möglicherweise mit COVID-19 in Kontakt gekommen sind.  Apps helfen auch bei der Datenerfassung und informieren Kontaktpersonen, dass sie sich isolieren und auf Symptome achten müssen.

Telemedizin- und mHealth-Lösungen werden eingesetzt, um

  • Termine zu vergeben,
  • Patienten aus der Ferne zu beraten,
  • E-Rezepte auszustellen,
  • Medikamente zu verwalten,
  • medizinische Bilder zu analysieren.

Ein Beispiel aus der Praxis: Verhinderung unnötiger Krankenhausaufenthalte

Cosinuss ist ein zertifiziertes Medizintechnik-Unternehmen aus München, das sich auf die mobile Echtzeit-Überwachung aller Vitalparameter spezialisiert. Die RPM-Lösung von Cosinuss besteht aus einem tragbaren Im-Ohr-Sensor, einem Daten-Gateway und einem Cloud Server. Das Wearable ist ein Vitalparameter-Sensor, der alle wichtigen physiologischen Vitaldaten kontinuierlich, nicht-invasiv und mobil überwacht. Diese End-to-End-Lösung verbindet zahlreiche Patienten direkt mit dem medizinischen Personal. Auf dem Dashboard kann das medizinische Personal auf einen Blick erkennen, ob die Vitalwerte des Patienten von der Norm abweichen. Verschlechtert sich der Zustand des Patienten, kann das Personal frühzeitig Maßnahmen ergreifen und gleichzeitig werden unnötige Krankenhausaufenthalte der Patienten vermieden.

Ein Beispiel aus der Praxis: E-Beratungen

Knodd, ein schwedisches Start-Up, hat eine Digital-Health-Plattform für junge Eltern geschaffen. Die App fungiert als Knotenpunkt: Sie bietet personalisierte Tipps und Anleitungen von Kinderkrankenschwestern und Ärzten sowie digitale Kurse in Elternschaft und Kinderbetreuung an. Die Lösung unterstützt Eltern in den ersten Tagen der Elternschaft KI-gestützt über Videoanrufe. Mit mehr als 100.000 Installationen im Januar 2022 hat die Lösung schnell an Beliebtheit bei frischgebackenen Eltern gewonnen. Das Start-Up hat sich außerdem 600 Millionen Dollar Investitionen gesichert.

Vorteile

Ressourceneinsatz wird optimiert. Durch den Einsatz der Telemedizin kann man auf Personal vor Ort verzichten und kleinere Flächen für Behandlungsräume und Wartezimmer mieten. Denn telemedizinisch können Ärzte mehr Patienten behandeln, als sie in der gleichen Zeit durch persönliche Besuche behandeln könnten.

Patienten werden zufriedener. Telemedizin kann die Patientenzufriedenheit erhöhen und das Vertrauen stärken, da die Wartezeiten für einen Arztbesuch kürzer sind. Außerdem wird der Zugang zur Behandlung erleichtert.

Zusätzliche Einnahmequellen werden geschaffen. Telemedizin kann die Einrichtung für neue Patienten attraktiv machen, weil sie praktisch ist. Sie kann auch ein Anreiz für das eigene Patientenklientel sein, sich häufiger behandeln zu lassen.

Patienten werden engagierter. Videotermine sind eine gute Möglichkeit, das Engagement der Patienten zu erhöhen. Patienten sind zum Beispiel eher bereit, per Videoanruf Folgetermine zu vereinbaren. Sie bevorzugen auch Online-Behandlungsempfehlungen.

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IoT zur Senkung der Betriebskosten

Es gibt unzählige Anwendungsfälle für IoT im Gesundheitswesen:

  • Fernüberwachung von Patienten (RMP) und virtuelle Sprechstunden
  • Monitoring von Personal und Patienten
  • Erleichterte Pflege bei chronischen Krankheiten
  • Automatisierte Arbeitsabläufe in der Patientenversorgung
  • Diagnostik und Präventivmedizin
  • Robotergestützte Chirurgie

IoT-Geräte können einige drängende Probleme im Gesundheitswesen lösen und haben sich deswegen als entscheidend für die Branche erwiesen. Zu diesen Problemen zählt, dass branchenspezifische Vorschriften nicht eingehalten werden. IoT kann automatisch überprüfen, ob alle Vorschriften unternehmensweit befolgt werden, um eine sichere und hochwertige Patientenversorgung zu gewährleisten. 

Ein weiterer Bereich, in dem IoT Nutzen bringen kann, ist der Umgang mit der hohen Zahl an Behandlungsfehlern. Allein in Deutschland gab es im Jahr 2020 1741 Behandlungsfehler, darunter 104 mit Todesfolge. Die Anbieter können verschiedene Prozesse automatisieren, so dass die Wahrscheinlichkeit von menschlichen Fehlern auf ein Minimum reduziert wird. IoT kann auch dazu beitragen, die Zahl der Fehler zu verringern, indem es eine Patientenüberwachung in Echtzeit ermöglicht und Echtzeitdaten sammelt.

Ein weiteres Anliegen der Branche ist es, die Betriebskosten zu senken. Ein Mittel, dies zu erreichen, ist die automatisierte Echtzeit-Überwachung von Geräten und Anlagen in Krankenhäusern. Mithilfe von IoT-Sensoren können Gesundheitsdienstleister Berichte über die Nutzung ihrer medizinischen Geräte erhalten. Dies trägt zur Aufrechterhaltung einer optimalen Betriebseffizienz bei und führt zu geringeren Kosten für Gesundheitseinrichtungen.

Ein Beispiel aus der Praxis: Predictive Maintenance 

e-Alert von Philips ist ein gutes Beispiel dafür, wie IoT die Inspektions- und Wartungskosten senken kann. Das System ist ein intelligentes Hardware- und Software-basiertes Tool, das die Leistung von Magnetresonanztomographen (MRT) genau im Auge behält. Mithilfe von Sensoren überwacht es kontinuierlich wichtige Systemparameter: Magnetfeld, Heliumgehalt, Temperatur und Feuchtigkeit. Wenn einer dieser Parameter ausfällt, werden die Techniker automatisch benachrichtigt und können schnell reagieren. Außerdem werden mögliche Probleme vorhergesagt und verhindert. Wenn eine Wartungsmaßnahme erforderlich ist, werden die Servicetechniker benachrichtigt. Der Einsatz von e-Alert hilft, Umsätze zu steigern, wie einer der Kunden von Philips bestätigte. Außerdem konnte dieser Kunde die betriebliche Effizienz verbessern, kostspielige Ausfallzeiten reduzieren und mehr Patienten untersuchen.

Vorteile

Kosten werden niedriger. Mit IoT können Gesundheitsdienstleister Patienten in Echtzeit überwachen. Das bedeutet weniger unnötige Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte und Wiedereinweisungen. 

Gesundheitsdienstleister werden produktiver. Mithilfe von IoT-Lösungen haben Unternehmen Zugang zu besseren und genaueren Daten in Echtzeit. Dies verbessert die Entscheidungsfindung. 

Weniger Fehler werden begangen. Dank ihrer Automatisierungskraft können IoT-Lösungen die Zahl der Fehler reduzieren, insbesondere solcher Fehler, die auf menschliche Eingaben zurückzuführen sind. Außerdem wird die Entscheidungsfindung durch IoT wesentlich effizienter.

Unterm Strich

Branchen, die innovative Technologien nutzen, florieren. Das Gesundheitswesen ist keine Ausnahme: beide Seiten, Mediziner und Patienten, profitieren von der Innovation. Die Patienten genießen eine hochwertige, zugängliche Versorgung und Gesundheitseinrichtungen wiederum haben zufriedenere Kunden und steigende Einnahmen.